Projektaufbau. Zusammenhang der Objekttypen

Elemente/Räume

Gewerke

Dokumentationen

 

California.pro ist ein hochintegriertes, leistungsstarkes Programmsystem für den kostenplanenden Aufgabenbereich der HOAI-Phasen 1-9 von Architektur- und Planungsbüros.

Die Anforderungen an ein Programmsystem dieses Aufgabenbereichs sind je nach Bürostruktur, Umfang des Planungsauftrags, Projektart- und Größe, Arbeitsgewohnheit oder Auftraggeber außerordentlich verschieden. Fachingenieure haben andere Arbeitsabläufe als Architekturbüros, Planungsabteilungen von Großfirmen andere Forderungen wie Kommunen oder Versorgungsbetriebe.

Ob für eine kleine Umbaumaßnahme mal schnell einige Leistungsverzeichnisse erstellt werden sollen, oder ob ein Großprojekt in all seinen komplexen Aspekten erstellt und verwaltet werden soll, ob vom System verlässliche Zahlen für Grundlagenentscheidungen erwartet werden oder lediglich Schreib- oder Rechenmaschinen-Ersatz: das System muss einfach in der Handhabung, transparent in den Systemzusammenhängen und steigenden Anforderungen - möglichst grenzenlos - gewachsen sein.

 

G&W hat eine Lösung entwickelt, die das Projektgeschehen in drei große Gruppen einteilt. Die zeitliche Entwicklung der Gruppen wird in Projektstadien transparent und nachvollziehbar festgehalten.

 

Elemente / Räume

Der geometrieorientierte Projektteil. Die alphanumerische Ergänzung, Erweiterung und Detaillierung der Zeichnung.

In der Planungs- bzw. Abrechnungsgruppe können je nach Aufgabenstellung unterschiedliche Kosten- und Mengenermittlungs-Methoden angewählt werden: Raum- und Gebäudebuch RGB, Aufmaßblatt, REB 23.003 (DA11) oder Expressaufmaß Leitungsbau.

Ein Raumbuch hat die Aufgabe, Räume mit ihrer Lage im Gebäude, ihren Aufgaben, Flächen und Ausstattungen zu beschreiben. Ein Gebäudebuch beschreibt das Projekt aus Sicht gewerkübergreifender Bauelemente, also Wandaufbau, Decken, Dachkonstruktionen etc. Beide Sichtweisen lassen sich zusammenfassen im Raum- und Gebäudebuch. Ermittlung von Bauteilen mit ihren Detailmengen sind hier integraler Bestandteil der Mengenansätze der entsprechenden LV-Posiitionen. Dabei ist es gleichgültig, ob zunächst das Raum- und Gebäudebuch entwickelt wird und daraus erst in späteren Arbeitsphasen Leistungsverzeichnisse generiert werden oder die Gewerke vor dem RGB oder parallel dazu entwickelt werden: beide Ansätze sind lediglich zwei Aspekte der gleichen Leistung, betrachtet aus unterschiedlichem Blickwinkel.

Raum- und Gebäudebücher können natürlich auch losgelöst von Leistungsverzeichnissen oder Dokumentationen z.B. zu kalkulatorischen Zwecken bearbeitet werden. Analog und in Ergänzung zu Standard-Textsammlungen sind fertige Kosten- und Elementgliederungen erhältlich.

Unter Aufmaßblatt, DA11-Aufmaß und Expressaufmaß Leitungsbau verstehen wir eine positionsübergreifende, gewerk- und abschnittsorientierte Mengenermittlung. Ersteres arbeitet mit der offenen Formelorganisation nach G&W, DA11 nach dem Regelwerk REB 23.003 und der Leitungsbau mit speziell angepasstem Handling.

Raum- und Gebäudebücher können in Stadien "festgefroren" werden, die den gewünschten Dokumentations-Stadien entsprechen, unabhängig von der Entwicklung in den Einzelgewerken. Sie halten somit eine geometrische Projektbeschreibung zum Zeitpunkt des Stadienübergangs fest. Die verschiedenen Aufmaßblatt-Versionen werden automatisch mit den zugehörigen Gewerken festgefroren.

 

Gewerke

Der ausführungsorientierte Projektteil. Hier werden Leistungspositionen nach Gewerken zusammengestellt, also nach Branchen und marktüblichen Unternehmensstrukturen gegliedert. Natürlich können Leistungsverzeichnisse ohne Raum- und Gebäudebuch oder Dokumentation erstellt und bearbeitet werden.

Grundlage sind büroeigene Leistungspositionen oder Zusammenstellungen aus marktüblichen Text- und Positionssammlungen, beides ergänzt durch aktuelle Zusätze und Veränderungen. Die meisten Standard-Textsammlungen tragen bereits einen oder mehrere Preisansätze, die für kalkulatorische Zwecke zur Verfügung stehen.

Für die Mengenermittlung der Positionen bietet sich für die Planungsgruppen-unabhängige Arbeitsweise das positionelle Aufmaß im Format G&W oder im Format REB 29.004 für HLS-Ingenieure an.

Leistungsverzeichnisse können in Gruppen untergliedert und mit oder ohne Losbildung ausgeschrieben werden. Zur LV-Gliederung stehen bis zu fünfr Gliederungsstufen zur Verfügung, ebenso wie alle bekannten Positionstypen. Hier erfolgt die Angebotsprüfung, Preisspiegel und Auftragsvergabe sowie die Projektabrechnung mit allen gewerk- bzw. positionsbezogenen Statistiken.

Die Gewerke können in Stadien "festgefroren" werden, je nach individuellem Fortschritt. So lässt sich die Entwicklung des Projektes bis auf die Positionsebene hinab mit allen Veränderungen und Nachträgen lückenlos dokumentieren und nachvollziehbar halten.

 

Dokumentation

In diesem Projektteil werden alle Projektwerte konzentriert. Dabei wird unterschieden in die Dokumentation nach Kostenstellen und in die Dokumentation nach Kostenträger/Kostenstellen.

Kostenstellen-Dokumentation heißt, dass z.B. Positionswerte zum Zweck der Honorarabrechnung auf Kostengruppen nach DIN 276 81 abgebildet werden, oder auf Kostengruppen nach DIN 276 2006 für Kostennachweis bei Aufträgen aus öffentlicher Hand, oder auf beliebige andere Kostengliederungen.

Kostenträger/Kostenstellen-Dokumentation heißt, die Kostenstellen-Zuweisung noch einmal kostenträgerspezifisch zu differenzieren, sei es bei öffentlichen Aufträgen oder Baugemeinschaften zur Dokumentation von Übernahme-Anteilen der einzelnen Parteien, sei es bei Bauträgern zur Dokumentation von Individualwünschen von Bauherrn u.ä.

Sie ermöglicht zum frühestmöglichen Zeitpunkt Hochrechnungen der Projektkosten. Da die Dokumentation nach Projektstadien differenziert wird, können Abgleiche zwischen den Stadien höchstmögliche Transparenz in Planung und Abwicklung gewährleisten. Hinweis: Die Hochrechnung der Projektkosten in der Dokumentation kann auch abgeschaltet werden, dann werden nur die tatsächlichen Stadienwerte dokumentiert.

Die Dokumentation kann die Herkunft jedes einzelnen Wertes zeigen. Sie ist damit in der Lage, einen projektspezifischen Raum- und Bauelementekatalog zu erstellen, der Grundlage für die spätere Erarbeitung von vergleichbaren Projekten bildet.